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Die Dicken müssen bleiben. PDF Drucken E-Mail
Sie sind heute häufiger zu sehen, als noch vor einigen Jahren - sie  sind äußerst medienwirksam und bilden gern die "Kulisse"  für umweltfreundliche Aktivitäten unterschiedlichster Art: Die schweren, noch erhaltenen Kaltblut-Pferde. Doch der Schein trügt. Die meisten Rassen sind in ihrem Bestand derart gefährdet, dass  sogar das Fortbestehen als ungesichert gilt. Kein Grund also, zu  jubeln – und schon gar keiner, von einer Renaissance der  "sanften Riesen" zu sprechen.

Die Gründe der extremen Bestandsreduzierung sind allseits bekannt. Die Industrialisierung der Landwirtschaft und die grundlegenden Veränderungen im Transportwesen ließen Zucht und Haltung schwerer Pferde sinnlos erscheinen. Wie kaum andere Rassen sind sie beinahe von heute auf morgen aus Stadt

und Land verschwunden – im Laufe nur einer Generation. Sich damit abzufinden, hieße, sich stillschweigend von einem Kulturgut zu verabschieden, dem wir einen erheblichen Teil dessen verdanken, was wir als unser ganz normales Lebensumfeld betrachten.

Nun reicht aber eine „gute Portion Nostalgie“ keineswegs aus, um diese Negativentwicklung zu verlangsamen oder gar in einen positiven Ansatz umzuwandeln. Das wäre der Kaltblüter auch kaum würdig. Es gilt, ihre  hervorragenden Eigenschaften neu zu definieren. Ihre Stärken deutlich zu machen und Wege aufzuzeigen, in denen sie sinnvoll neue  zeitgemäße Aufgaben wahrnehmen können.